mobilesdorf beim Mobilitätstag im “Kliemannsland”

Carsharing-Software aus der Eifel stieß auf großes Interesse

Der weitläufige Lüttenshoff bietet als “Kliemannsland” viel Platz für Kreativität

Der weitläufige Lüttenshoff in Rüspel in Niedersachsen auf halben Weg zwischen Bremen und Hamburg ist ein Ort voller Kreativität, Spaß und Einzigartigkeit mitten auf dem Land. Besser bekannt, vor allem unter YouTubern, ist er allerdings einer inzwischen großen Fangemeinde als sog. „Kliemannsland“.

Das „Kliemannsland“ ist eine Erfindung von Fynn Kliemann, einem Webdesigner und Inhaber einer Medienagentur und Hauke Gerdes, der früher Moderator einer Show war, die u.a. bei MTV ausgestrahlt wurde.

2016 hat Fynn Kliemann den alten Bauernhof auf einem mehr als drei Hektar großen Gelände mit seinem Geschäftspartner gekauft, um ihn in einen Ort umzuwandeln, an dem man sich selbst verwirklichen kann. Aus Pferdeställen und Scheunen wurden Ateliers, Galerien und Tonstudios. Es gibt Werkstätten, wo jeder das machen kann, was er sich zu Hause nicht traut. Um den Hof zu einem einzigartigen Kreativzentrum umzubauen, braucht Kliemann allerdings Hilfe von Freiwilligen, die er im Internet für seinen „fiktiven Staat“ anwirbt. Über 40.000 Menschen haben sich bereits als Bürger des „Kliemannslandes“ angemeldet. Man hat zahlreiche Möglichkeiten, sich bei unterschiedlichsten Projekten auf unterschiedlichste Weise zu beteiligen.

Über die verschiedensten Aktionen auf dem Hof produziert Fynn Kliemann Videos für seine drei eigenen Youtube Kanäle oder auch für „Funk“, einem besonderem Internet-Angebot für junge Leute von ARD und ZDF.

Auf dem Hof werden aber auch regelmäßig ausgefallene und themenbezogene Events durchgeführt, zumal das weitläufige Gelände auch von auswärtigen Veranstaltern als “Bühne” genutzt werden kann.

So fand am 14. September „Abefahren aufm Lüttenshoff” statt, bei dem verschiedenste innovative, aber auch skurrile Mobilitätsformen vorgestellt wurden. Organisiert wurde dieses besondere Event von Creator Space: Go!, einem Projekt der EWE AG, (ehemals Energieversorgung Weser-Ems) als Versorgungsunternehmen im Bereich Strom, Erdgas, Telekommunikation, Informationstechnologie und Umwelt und fünftgrößtes Energieversorgungsunternehmen in Deutschland.

So konnten die Besucher an diesem Tag nicht nur verschiedenste zukunftsträchtige Fahrzeuge auf einem Testparcours ausprobieren, z.B. E-Bikes, E-Lastenräder, E-Roller, E-Scooter und E-Autos, sondern auch diversen Eigenkreationen aus der hofeigenen Kreativ-Werkstatt des Kliemannlandes Probe fahren. 

Vorgestellt wurden daneben aber auch unterschiedliche nachhaltige Mobilitätskonzepte, um zu zeigen, was heute schon im Bereich Mobilität möglich ist und vor allem, wie Mobilität im ländlichen Raum umgesetzt werden kann. 

Eingeladen zu diesem Mobilitätstag waren auch die Macher von mobilesdorf, die auf dieser Veranstaltung ihr Buchungsportal und Carsharing-Konzept vorstellen durften. 

Dabei stand aber nicht nur die Software im Fokus. Es ging vor allem auch um die Einbindung verschiedenster Mobilitätsdienste sowie die individuelle Beratung bei der Umsetzung von verkehrsbezogenen Projekten. Dazu wurde extra ein Vortrag vorbereitet, mit dem Thema: Ganzheitliche Lösungen für die „mobile Transformation“ im ländlichen Raum. Für die Vorstellung ihres Mobilitätskonzeptes hatten sich die beiden Nina und Oliver mit ins Boot genommen. Die Konzepte der Jungunternehmer stießen dabei auf großes Interesse.

Die Präsentation von mobilesdorf stieß auf großes Interesse

Das lag nicht zuletzt daran, dass das mobilesdorf Team passenderweise auch gleich auf ein bereits laufendes Projekt ganz in der Nähe vom Kliemannsland verweisen konnten: auf „mobilesdorf Heeslingen“. Im benachbarten Heeslingen kommt seit einiger Zeit die Carsharing-Software aus der Eifel aufgrund der Initiative von Bernd Beneke zum Einsatz. Der vielseitige Unternehmer, der u.a. das Flying Pizza Restaurant in Heeslingen betreibt, ist ein großer Freund von Elektrofahrzeugen der Marke Tesla. Auf seinem Firmengelände hat er bereits mehrere Ladestationen installiert, die über eine große Photovoltaikanlage auf dem Firmendach mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt werden. Sein neuestem besteht für Privatpersonen die Möglichkeit, die Elektrofahrzeuge des Pizza-Lieferservices im Rahmen von Carsharing zu nutzen, wozu mobilesdorf die Softwareinfrastruktur geliefert hat. 

Bernd Beneke stellt für sein Mobilitätsprojekt sogar seinen eigenen Tesla zur Verfügung, der ebenfalls einen Aufdruck „mobilesdorf heeslingen“ erhalten hat. Lukas und Felix ließen es sich da natürlich nicht nehmen, den eigens zum Mobilitätstag auf dem Lüttenshoff angereisten Unternehmer persönlich zu begrüßen und sich ein Bild von der mobilesdorf Flotte Heeslingen zu machen.

Oliver, Nina, Lukas und Felix (von links) mit dem Tesla von mobilesdorf Heeslingen